Geburtshaus Rubens

Peter Paul Rubens war ein berühmter Maler des Barock. Er wurde vermutlich am 28. Juni 1577 als Sohn von Jan Rubens und Maria Pypelincks in Siegen in der Burgstraße 10 geboren.
Sein Geburtshaus wurde im zweiten Weltkrieg komplett zerstört. An der Stelle dieses Hauses steht heute die Realschule am Oberen Schloss.
Eine Gedenktafel erinnert an den berühmten Siegener Maler. Rubens’ Geburtsdatum ist nicht zweifelsfrei bezeugt, da nur ein Kupferstich, der neun Jahre nach seinem Tod entstand, auf den 28. Juni verweist.
Sein Vater war ein Rechtsanwalt und Schöffe in Antwerpen. 1568 musste er mit seiner Familie im Zuge der Religionsunruhen – Jan Rubens war reformiert – nach Köln fliehen und arbeitete als Berater von Anna von Sachsen, der Gemahlin von Wilhelm von Oranien. Anna wollte klagen, um ihr Wittum zu erhalten, da ihr Mann sie nicht mehr finanziell unterstütze.
Wilhelm klagte jedoch Jan Rubens an, eine Affäre mit Anna zu haben, um auf diese Weise die ungeliebte Gattin per Scheidung loszuwerden. Jan Rubens wurde gefoltert und kam 1571 in das Gefängnis auf der Festung Dillenburg. Nur die beharrliche Fürsprache seiner Frau Maria befreite ihn. Künftig stand er unter Hausarrest in Siegen. 1578, ein Jahr nach Peter Pauls Geburt, siedelte die Familie schließlich wieder nach Köln um. Einige der Werke Rubens’ sind heute im Siegerlandmuseum zu sehen.
1955 gründete sich ein Komitee, das seit 1957 alle fünf Jahre in der „Rubensstadt“ Siegen den Rubenspreis zu Ehren
des Malers verleiht.